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Unternehmenswerte vorgeben, oder gemeinsam erarbeiten?

Aktualisiert: 3. März 2022

Wenn Teams reibungslos zusammenarbeiten sollen, brauchen Sie einen starken gemeinsamen Bezugspunkt: Ein Ziel, eine Vision, eine Mission, ein Wertesystem, ein Leitbild, ein commitment, ein „reason why“, ein Purpose – um mal einige, gängige Begriffe zu nennen.



Wo auch immer die feinen Unterschiede liegen, sie alle haben den Zweck das gemeinsame Tun festzulegen und eine Antwort auf wesentliche Fragen zu geben:


Wer wollen wir sein?

Wo wollen wir hin?

Wem nutzen wir?

Wie wollen wir zusammenarbeiten?


Klarheit über diese Punkte zu haben, ist eine zwingende Notwendigkeit für jeden Unternehmer. Diese Fragen zu ignorieren und sich ausschließlich auf das operative Geschäft zu konzentrieren, kann fatale Folgen für dich haben, und könnte die Ursache für viele deiner Probleme sein.


Erfahrungsgemäß darf man nicht davon ausgehen, dass Mitarbeiter sich diese Fragen bewusst stellen. Jedenfalls nicht, solange sie sich nicht ausführlich darüber ausgetauscht haben. Eines jedoch ist klar:


Jeder Mensch, und somit auch alle Mitarbeiter deines Unternehmens, leben nach einem Wertesystem.

Bewusst oder unbewusst. Werte sind all das, was uns Menschen im Leben zutiefst wichtig ist. Es sind die Qualitäten, nach denen wir streben. Es sind die Hintergründe für unser Handeln. Sie bestimmen, wie wir handeln und wie wir eigenes und fremdes Handeln bewerten.


Unsere Werte und Überzeugungen zeigen uns den für uns richtigen Weg – wie eine innere Kompassnadel. Sie geben uns nicht nur eine Richtung, sondern auch Kraft: Sie treiben uns an, sie motivieren uns.


Daher ist es sinnvoll, dass du dich als Unternehmer mit diesem Thema lieber früher als später beschäftigst. Möchtest du dich mit den Unternehmenswerten deiner Firma beschäftigen, solltest du nicht davor zurückschrecken, dir etwas Zeit für den Prozess zu nehmen. Es ist kein Thema, welches du behandeln kannst, als sei es ein Punkt auf deiner täglichen to-do-Liste.


Es ist DAS große Ding, das alles positiv verändern kann.


Schon bevor du den ersten Schritt gehst, hast du eine wichtige Entscheidung zu treffen: Inwieweit willst du deine Mitarbeiter einbeziehen? Bei dieser grundsätzlichen Frage sollte es keine Rolle spielen, wie viel Zeit der Prozess in Anspruch nehmen wird.


Oftmals sind die Unternehmenswerte eng mit deinen persönlichen Werten und Einstellungen verknüpft. Im Top-down Ansatz werden diese Werte dann von dir zusammengestellt und den Mitarbeitern vorgestellt. Das ist häufig in Inhabergeführten Firmen zu beobachten. Ein großer Nachteil dieser Methode ist, dass sich deine Mitarbeiter unter Umständen nicht vollständig mit deinen Werten identifizieren. Unmut und Frust wird es geben, wenn du Werte vorgibst, die keiner leben möchte.


Ich empfehle die Mitarbeiter aktiv am Prozess zu beteiligen. Das erhöht die Chance, dass alle sich mit den Werten identifizieren. Du und alle Mitarbeiter deines Unternehmens werden dabei als gleichberechtige Gruppe betrachtet. Das könnte für dich als Entscheider ungewohnt sein.

Ich kann dir die Sorgen nehmen. Du wirst immer die Kontrolle über dein Unternehmen behalten, deine Mitarbeiter werden dir nicht auf der Nase herumtanzen, du wirst keine Werte von deinen Mitarbeitern aufgedrückt bekommen. Im Gegenteil, deine Mitarbeiter werden alle geschlossen hinter den Unternehmenswerten stehen. Und somit auch hinter dir!





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