Wie eine Vision entsteht

Aktualisiert: 19. Nov 2020

Gestern war Torben bei mir im Coaching. Torben ist Geschäftsführer eines Logistikunternehmens und ich begleite ihn seit 2 Monaten. Nachdem wir in der ersten Session ein konkretes unternehmerisches Problem gelöst haben, hatte Torben Lust auf mehr.


Der erste Schritt der Zusammenarbeit mit mir ist oft eine Standortanalyse. Sie macht klar, wie es um das Unternehmen steht und welche Themen für den Geschäftsführer von besonderer Bedeutung sind oder sein sollten. Diesen Weg ist auch Torben mit mir gegangen.


Das brachte viel Klarheit und hat einiges ausgelöst. Ich beobachte oft, dass meine Kunden nach einer Standort-Session erstmal ein/zwei Tage benötigen, um alles zu verarbeiten. Das ist sozusagen die Magie hinter einem derartigen Coaching, es fördert viel zutage. Es entsteht ein positiver Erschöpfungszustand. Meine Kunden berichten oft von einer unglaublichen Zufriedenheit die diese Klarheit ihnen bringt.


Wie der wünschenswerte Zielzustand des Unternehmens aussehen soll


Gestern haben wir uns wieder getroffen, um den Kreis zu schließen und gemeinsam zu erarbeiten, wie der wünschenswerte Zielzustand des Unternehmens aussehen soll.


Denn in Kombination mit der Standortanalyse ist es oft genau DAS was Unternehmer benötigen, um voranzukommen.


In sehr intensiven 3,5 Stunden hat Torben bereits eine recht klare Vorstellung erarbeitet wie das Unternehmen in 10 Jahren aussehen wird.


„Unglaublich, alles, was ich mir für mein Unternehmen vorstelle, war bereits in meinem Kopf.“

Das waren seine Worte. Mich hat das nicht gewundert, denn unterbewusst haben wohl die meisten Unternehmer eine Vorstellung von der guten Zukunft. Die Kunst besteht darin diese bewusst vor sich zu sehen.


Wie läuft das ab?


Zunächst werden die Wunschvorstellungen anhand einiger Fragen arbeitet. Typische Fragen, die sich der Unternehmer stellen könnte sind zum Beispiel:


Worauf bin ich wirklich stolz in diesem Unternehmen? Vertiefungsfragen checken einzelne Bereiche ab wie z. B. Zusammenarbeit, Produkte, Prozesse, Image, Innovationen, Kunden, Erfolge, Werte.


Oder: Worauf würde ich gerne sehr stolz sein und was wäre meine Wunschvorstellung in den genannten Themen?


Als Coach kann ich methodisch durch eine Zeitreise-Moderation unterstützen. Dabei stellt sich der Unternehmer vor, er würde bereits 10 Jahre in der Zukunft sein und hätte den wünschenswerten Zustand bereits erreicht. Das ist anfangs etwas ungewöhnlich, aber bereits nach kurzer Zeit versetzen sich die Unternehmer so stark in die Situation, dass ein klares Zukunftsbild entsteht. Das funktioniert immer!


Für Torben haben wir nun die Basis gelegt, Ausgangslage und Zielzustand sind klar. Im nächsten Schritt geht es darum eine Strategie zu entwickeln. Vorher werden wir die Mitarbeiter in die Visionsarbeit einbinden um aus Torbens Vision eine Unternehmensvision abzuleiten.


Vor strategischer Unternehmensführung schrecken immer noch viele Unternehmer zurück. Dabei ist das ein mächtiges und zugleich einfaches Vorgehen.


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